Martin Kohlbrenner Basel

Regionale Zusammenarbeit

Wir wohnen in einem trinationalen Raum, der eine Metropolitanregion mit über einer halben Million Einwohnern darstellt. Es muss unser Ziel sein zu erkennen, was regional getan werden kann, was gemeinsam oder in gegenseitiger Kenntnis zu tun ist und auf was verzichtet werden kann, weil es beim Nachbarn ebenso gut angeboten wird.

Der Kanton BASEL – ist er mehr als eine Utopie?
Nein! Er ist längst überfällig!
Die Wiedervereinigung der beiden Halbkantone würde sowohl der Bevölkerung, wie auch der Wirtschaft, eine einfachere, kostengünstigere und effizientere kantonale Verwaltung bieten.

Im Moment steht aber der weitere Ausbau der Zusammenarbeit mit Baselland im Vordergrund. Gleichzeitig ist aber auch die engere Zusammenarbeit mit dem Kanton Solothurn sowie unsern Nachbarn in Deutschland und Frankreich zu suchen.

Gesundheit: sinnvolle Planung. Lokal ist die Grundversorgung und die Freizügigkeit über die Kantonsgrenzen hinaus ist für alle zu gewährleisten. Hoch spezialisierte und deshalb auch kostenintensive Einrichtungen sind gemeinsam zu nutzen.

Bildung: regional harmonisiert. Volksschulbildung bleibt lokal, soll aber weitgehend regional harmonisiert werden. Berufliche, höhere und gymnasiale Bildung sollen konsequent regional angestrebt werden. So können Kompetenzen gebündelt und die Ausbildungsqualität gefördert werden.

Wirtschaft: Entwicklung über die Landesgrenzen. Für die ganze Metropolitanregion ist eine Raumplanung zu erstellen, in der sinnvolle Gewerbe- und Industriezonen, Wohn- und Erholungszonen sowie Entwicklungsgebiete festgelegt werden.

Verkehr und Umwelt: vernetzen. Öffentlicher Verkehr und privater Verkehr sollen sich ergänzen und sollen aufeinander abgestimmt werden. Ziel muss es sein, die verschiedenen Verkehrsträger sachgerecht miteinander zu vernetzen. 

Umweltverschmutzung und Umwelterhaltung machen an keinen Grenzen Halt. Es ist deshalb grenzüberschreitend zu planen und zu handeln.
Der Atomreaktor Fessenheim gefährdet alle Menschen in der Region
und gehört definitiv abgestellt.

Sicherheit: bessere Koordination. Menschen in der ganzen Metropolitanregion haben die gleichen Sicherheitsbedürfnisse. Sicherheitskonzepte und Massnahmen sind aufeinander abzustimmen und zu kombinieren.

Kultur: einander befruchten. Wir leben in einer mehrsprachigen Kulturregion, die eine lange Geschichte der gegenseitigen Beeinflussung und Befruchtung kennt. Die Region am Oberrhein soll diese Beziehungen wieder besser wahrnehmen.

Demokratische Strukturen: entwickeln. Um all diese und noch andere Aufgaben in Zukunft wahrzunehmen, müssen Formen der demokratisch legitimierten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gefunden werden.